Zucker im Tee: Tee ist oft schon gesüßt

Zucker im Tee: Tee ist oft schon gesüßt

Der Herbst rückt langsam in greifbare Nähe. Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber für mich gehört eine gute Tasse Tee zum Herbst.  Nachdem wir uns neulich Kaffee und Kaffeekapseln näher angeschaut haben, geht es heute um den Tee.

Ich trinke sehr gerne Tee, aber bevorzugt in der etwas kälteren Jahreszeit. Im Sommer mache ich mir aus Tee höchstens Eistee, im Herbst und Winter trinke ich mehrere Liter täglich. Grund genug, sich den Tee mal etwas genauer anzugucken. Denn Tee ist nicht automatisch gesund und gut, nur weil Tee draufsteht.

Teearten: Lose, im Beutel, als Pad und löslicher Tee

Tee konsumieren wir Europäer auf sehr unterschiedliche Arten. Es gibt die klassischen Teebeutel, losen Tee und löslichen Tee. Wer als Teetrinker etwas auf sich hält, besitzt neben einer großen Auswahl von Teedosen mit losem Tee aller Art auch einen Teefilter oder eine spezielle Kanne, um die Teeblätter portionsgenau aufzubrühen. Inzwischen gibt es auch einige Teemaker, wie beispielsweise der Teamaker von Philips*. Ich finde für echte Teefans, die auf die Temperatur achten (müssen), ist er ein echter Gewinn. Tatsächlich scheiden sich an der Frage: loser Tee oder Teebeutel die Frage. Dazu könnt ihr hier einen spannenden Artikel nachlesen. Die Zubereitung von Tee ist eine wissenschaft für sich. Loser Tee hat den Vorteil, dass er sich individueller dosieren lässt und mehr Geschmack hat, als Tee in Beuteln. Die Vorstellung, im Teebeutel werden nur Reste und Abfälle verwendet ist falsch. Im Beutel sind die gleichen Inhalte wie im losen Tee. Und diese sind leider nicht immer gut.

Zucker im Tee: versteckte Zuckerbomben

Tee ist natürlich gesund. Solange er ungezuckert ist. Allerdings ist nicht jeder Tee, den wir im Handel bekommen automatisch zuckerfrei. In Teepads steckt oft schon Zucker drin. Aber leider auch in Teebeutel und losem Tee. Ein Blick auf die Zutatenliste hilft. Neben normalem Zucker findet sich in vielen herkömmlichen Sorten Maltose, also Malzzucker. Beispiele dafür sind z.B. der Türkische Apfel-Feigen-Tee von Messmer oder der türkische Apfeltee von Teekanne. Besonders häufig betroffen sind also Früchtees. Aber auch in losem Tees finden sich Malzzucker oder Glukosesirup. Wenn ihr euren Tee in einem Teefachgeschäft kauft, dann fragt explizit danach bevor ihr den Tee kauft. Kräutertees, schwarzer Tee, Grüntee oder weißer Tee sind zwar seltener betroffen, aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Außerdem findet sich häufig Süßholz in Tees. Das ist natürlich kein Zucker, kann aber den Appetit anregen und den Blutdruck ansteigen lassen.  Wer auf Zucker verzichten möchte, sollte sich die Zutatenliste also besser genau anschauen. Eine unrühmliche Ausnahme sind leider lösliche Tees. Sie sind alle hoffnungslos überzuckert.

Kindertees von Milupa, Hipp, Alete und Co

Die Finger solltet ihr von löslichem Tee lassen. Ganz besonders gilt das aber für Kindertees von Milupa, Alete und Hipp.  Generell solltet ihr Instanttee meiden. Ein normaler Instandtee (löslicher Tee) aus dem Discounter hat auf 20 Gramm Tee etwa 18 Gramm Zucker. Hipp wirbt zum Beispiel auf seiner Früchteteedose mit dem Zusatz „natürlicher Fruchtextrakt“. Davon merkt man nur leider nichts. Eine Dose enthält 388 Gramm Zucker, das entspricht 129 Würfelzucker pro Dose. Die bessere Alternative sind tatsächlich auch für Kinder normale Früchtetees. Kindertees sind nicht gesund und immer überzuckert.

Zucker im Tee: Mit was den Tee süßen?

Ich trinke meinen Tee am liebsten ungezuckert. Kein Würfelzucker, kein Kandis, kein Stevia. Nichts. Ich mochte noch nie gezuckerten Tee. Das ist natürlich ein Glücksfall. Tatsächlich ist es auch am gesündesten, seinen Tee ohne Zucker zu trinken. Wenn das nicht geht, dann sind Süßstoff und Stevia die bessere Alternative zu Zucker in jeder Form. Oder natürliche Süßungsmittel wie Honig und Ahornsirup. Wenn ich erkältet bin, verwende ich sehr gerne Honig, da er dem Hals gut tut. Es liegt in der Natur des Honigs, dass er sehr süß ist. Wenn du sowieso auf Zucker verzichten möchtest, ist es vielleicht eine gute Idee, sich den Zucker im Tee allmählich abzugewöhnen. Das muss nicht sofort sein, aber weniger Zucker ist ein guter Anfang. Ich trinke übrigens am liebsten auch losen Tee. Aber aus praktischen Gründen habe ich auch Beuteltee. Meine Lieblingssorte sind Pfefferminztee und Bambustee. Wenn du mich jagen willst, dann bringst du mir Fenchel- oder Kamillentee. Mit beiden Teesorten verbinde ich ein Kindheitstrauma.

 

Wie trinkst du deinen Tee am liebsten? Magst du lieber losen Tee oder Tee im Beutel?

 

 

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2 thoughts on “Zucker im Tee: Tee ist oft schon gesüßt”

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