Bin ich zuckersüchtig? Ist mein Kind zuckersüchtig? So erkennst du Zuckersucht

Bin ich zuckersüchtig?  Ist mein Kind zuckersüchtig? So erkennst du Zuckersucht

Bin ich zuckersüchtig?  Ist mein Kind zuckersüchtig? So erkennst du Zuckersucht

Alkohol, Drogen und Nikotin sind bekannte Süchte. Zuckersucht ist eine weitere Sucht, die in Deutschland sehr verbreitet sind. Vielleicht hast du dich auch schon einmal gefragt „Bin ich zuckersüchtig?“ oder du fragst dich „Ist mein Kind zuckersüchtig?“. Ich will dir heute helfen, auf diese Fragen eine Antwort zu bekommen.

 

Anzeichen einer Zuckersucht

Panik, wenn nichts Süßes im Haus ist: Für dich oder dein Kind müssen immer Süßigkeiten in der Nähe sein. Notfalls gehst du auch spätabends noch schnell an die Tankstelle, weil du Lust auf Süßigkeiten hast. Ein weiteres Anzeichen ist, wenn du überall Süßigkeiten verteilt hast z.B. an deinem Arbeitsplatz, im Schlafzimmer, in der Küche, im Wohnzimmer oder gar in deinem Auto. Bei Kindern kann ein gutes Anzeichen sein, dass sie Süßigkeiten horten oder nicht gern teilen.

Hoher Konsum: Das beste Anzeichen ist natürlich ein hoher Konsum. Du nimmst dir fest vor, nur ein Stückchen Schokolade zu essen. Plötzlich ist die Tafel leer, obwohl du das Gefühl hast, noch gar nicht viel gegessen zu haben. Auch ein hoher Brotkonsum kann ein Zeichen einer Zuckersucht sein. Weißmehle, die im Körper zu Zucker umgewandelt werden, lassen deinen Blutzucker stark ansteigen. Es ist also nicht die beste Alternative, spätabends ein Brot statt Süßem zu Essen. Wie oft fordert dein Kind Süßigkeiten? Kommt es zu bestimmten Uhrzeiten? Fragt es regelmäßig nach Süßem oder geht gar heimlich an den Schrank? Das sind Anzeichen dafür, dass dein Kind zuckersüchtig sein könnte.

Süße Getränke: Dir schmeckt Wasser nicht? Du trinkst viele Softgetränke oder Säfte? Auch das ist ein Zeichen dafür, dass du an Zucker gewöhnt bist. In Kindergetränken steckt sehr viel Zucker.  “Mein Kind trinkt nur Saftschorle” sollte ebenfalls ein Warnsignal sein, denn auch in Säften steckt leider sehr viel Zucker.

Süßes dient der Stress- oder Frustbewältigung: Für viele ist Schokolade ein Ritual, um Stress, Kummer oder Frust zu bewältigen. Die Lebensmittelindustrie redet uns immer wieder ein, dass Schokolade oder Eis bei Liebeskummer genau das richtige Mittel sind. Aber ist es wirklich so? Der Blutzuckerspiegel steigt drastisch an. Danach sinkt er noch stärker ab und der Körper braucht wieder Nachschub. Du gerätst in einen immerwährenden Teufelskreislauf. Am Ende droht noch mehr Frust: du nimmst zu.  Auch bei Kindern neigen wir dazu, Kinder mit Süßem zu trösten! Das Kind ist gefallen? „Och je, jetzt bekommst du ein Eis. Dann geht es dir gleich besser“. Was für die einen die „Zigarette danach“ ist, ist für die andere ein Stück Schokolade. Du kannst dich ohne Süßigkeiten nicht konzentrieren? Du brauchst Schokolade zum Lernen? Dein Kind macht erst Hausaufgaben, wenn es einen süßen Nachtisch gab? Zu viel Zucker und eine Zuckersucht könnten die Antwort sein.

Gereiztheit oder Entzugserscheinungen: Wenn du nicht genügend Zucker bekommst, bist du gereizt? Leider sind das Anzeichen für eine Zuckersucht. Vielleicht beobachtest du auch, dass dein Kind sehr gereizt ist, wenn es keine Kekse bekommt. Dann ist auch dein Kind schon abhängig von Zucker. Klassische Entzugserscheinungen sind Gereiztheit, großer Durst und Schlaflosigkeit.

Krankheit: Dich erwischt jede Grippewelle und dein Kind ist auch ständig krank? Natürlich sind Kindergarten, Schule und Arbeitsplatz ein wahrer Spielplatz für Viren. Allerdings kann ständige Krankheit auch ein Zeichen dafür sein, dass eine Zuckersucht vorliegt. Zucker schwächt das Immunsystem. Auch Allergien können durch zu viel Zucker ausgelöst werden. Dein Körper kann sich nicht mehr ausreichend gegen Viren und Bakterien schützen.

Du hast ständige Heißhungerattacken? Herzlich willkommen im Zuckerkreislauf. Sobald du Zucker zu dir nimmst, steigt dein Blutzuckerspiegel stark an. Wenn er schnell sinkt, was bei Süßem der Fall ist, braucht dein Körper Nachschub. Maßlosigkeit und ständige Gelüste sind ein Indikator dafür, dass du die Frage „Bin ich zuckersüchtig?“ mit „Ja“ beantworten kannst.

Weitere Anzeichen können Depressionen sein, Energielosigkeit, Übergewicht, Trägheit, Karies und Schlappheit.

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9 thoughts on “Bin ich zuckersüchtig? Ist mein Kind zuckersüchtig? So erkennst du Zuckersucht”

  • Liebe Julia,

    Ich versuche ja nicht zu viel Zucker zu konsumieren … aber nachdem ich alle paar Wochen Gürtelrose bekomme (ein Zeichen von schwacher Immunabwehr und Stress) bin ich mir nicht sicher ob ich nicht doch von Zuckersucht betroffen bin. Ich finde es ja schlimm wie bewusst Kinder von der Zuckerindustrie abhängig gemacht werden und keiner schützt die Kinder. Da dürfen Kinderjoghurts mit haufenweise Zucker verkauft werden und gezuckerte Limos in Schulen. Schlimm!

    wieder ein toller Post!
    lg
    Verena

    • Liebe Verena,

      Ja, Zucker greift leider das Immunsystem ziemlich an. Wie reagierst du, wenn du kein Zucker isst? Hast du Entzugserscheinungen? Geht es dir dann besser? Mit den Kinderprodukten hast du leider recht. Das Auge kauft und isst mit und das nutzt leider die Lebensmittelindustrie extrem aus. Ich finde auch, dass mehr dagegen getan werden müsste. Trickfiguren und ähnliches gehört z.B. auf Verpackungen verboten. Lieber Gruß Julia

  • Liebe Julia, danke für diesen tollen Blogpost! Als Mutter fragt man sich ja oft, ob die Kinder nicht zu viel Zucker essen! Unsere fast vierjährige Tochter ist im Moment auch am liebsten Süße, bei Gemüse sagt sie immer als erstes “das mag ich nicht”…sie isst es dann aber trotzdem. Wir leben in den USA und ich finde es hier sehr sehr schwer sich gesund zu ernähren, wenn wir nicht zu Hause essen! Fast alle Sachen sind mit Sirup gesüßt, auch beispielsweise der gekochte Schinken. In der Preschool wird leider auch sehr wenig auf eine gesunde Ernährung geachtet und die Kinder bekommen viel gesüßte Lebensmittel. Dein Blogpost rüttelt mich mal wieder wach…ich muss wirklich viel mehr darauf achten, dass wir uns zuckerfreier ernähren! Viele liebe Grüße Katja

  • Ich hoffe ,das lesen ganz viele Eltern! Da gibt es genug Kids, die bekommen in die Schule nicht mal ein gesundes Vesper mit, sondern werden stattdessen mit Geld versorgt. Die Kids kaufen sich dann beim Bäcker irgendwelchen Süßkram und Limo. Da sollten es sich die Eltern nicht immer so einfach machen. Versteht mich nicht falsch: Unsere Kinder dürfen auch Süsses … aber eben im Maßen und nicht in Massen! Grüssle, Simone

    • Liebe Simone, genau so sehe ich es auch. In Maßen ist es ja okay, aber jeden Tag? Und leider ist es eben andersherum Alltag. Schöner Abend Julia

  • Ich liiiiebe ja süße Sachen, aber mein Körper mag die nach einer Weile gar nicht mehr. Der Geschmack ist mir dann zu viel nach einer Weile…
    Ein sehr interessanter Beitrag 🙂

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