Fruchtzwerge und andere Zuckerbomben

Fruchtzwerge und andere Zuckerbomben

Die kleinen Becher sind süß. Quietschebunt und jede Menge Tiere sind darauf abgebildet. Fruchtzwerge ziehen Kinder an und haben die perfekte Größe. Leider ist der Inhalt alles andere als perfekt. Die Danone Fruchtzwerge Erdbeere-Aprikose-Banane stecken voller Zucker, obwohl Danone „weniger süß“ als Werbebotschaft übermittelt. Auf 100 Gramm kommen 11 Gramm Zucker. Die Packung mit 6 Becher kommt auf fast 11 Würfelzucker. Noch schlimmer sieht es bei den XXL-Duo Fruchtzwergen aus. Sie haben 4 Würfelzucker pro Becher. Ähnlich sieht es leider mit anderen Kinderprodukten aus, die auf einer Liste mit Zuckerwerten ganz oben stehen. Ob Nestlé, Hipp, Alete oder Danone: Die meisten Kinderprodukte sind völlig überzuckert.

Unternehmen tricksen mit Werbebotschaften

Obwohl es sich also im Grundsatz um Süßigkeiten handelt, wollen die Hersteller ihre stark zuckerhaltigen Frühstücksprodukte als wertvollen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung erscheinen lassen. Zum Beispiel, indem Nestlé auf den Cini Minis auf einen Anteil von 31 Prozent Vollkorn hinweist. Gleichzeitig wird  in großen Buchstaben und mit einem eigenen Siegel eine „Nestlé Cerealien Vollkorn Garantie“ abgegeben. Mindestens 30 Prozent Vollkorn würde in allen Nestlé-Cerealien stecken. Leider verschweigt „Nestlé“ in seinen Werbebotschaften, wie überzuckert die Produkte sind.  Auch andere Unternehmen werben mit „hoher Fruchtanteil“, „deckt den täglichen Bedarf an Vitaminen“ und ähnlichen  Werbebotschaften. Sie verschweigen Zucker, Fett und Kalorien. Um den Gesundheitsanspruch der Süßigkeiten  zu unterstreichen, werden auf der Verpackung allgemeine Ernährungs-Statements abgedruckt.

Fruchtzwerge und andere Milchprodukte sind Zuckerbomben

Besonders schwer wiegt der Zuckeranteil bei Milchprodukten aller Art. Kinderjoghurts sind stets bunt, haben Tops wie Smarties oder Crisps. Mit gesunden Milchprodukten haben diese Joghurts nichts mehr zu tun. Die Götterspeise von Dr. Oetker bringt es in einem kleinen 150 Grammbecher zum Beispiel auf acht Würfelzucker. Ähnliche Werte erzielen auch der Joghurt mit der Ecke, Monte oder der Bounty-Joghurt. Die vermeitlichen Fruchtprodukte sind keine Alternative für Kinderjoghurts. Die Fruchtpause von Hipp bringt es auf 4,5 Würfelzucker pro Becher. Quetschies ziehen auf Kleinstmengen ähnliche Zuckerwerte nach sich.

Kinderkekse und Kindersäfte

Leider sieht es bei den Kindersäften und Kindergetränken nicht besser aus. Der Hipp Biosaft Banane-Möhre enthält 7 Würfelzucker. Da hilft auch das Bio nicht mehr. Weithin ist bekannt, dass Fruchtzwerge viel Zucker enthält. Aber der Zuckerwert vieler anderer Kinderprodukte bleibt unbekannt. Punica Kids Erdbeere enthält ebenfalls 7 Würfelzucker auf 200 ml. Das entspricht 21 Gramm Zucker. Dabei soll ein Kind maximal 15 Gramm Zucker zu sich nehmen. Eine Fruchtbuttermilch ist aber keine Alternative. Kinder sollten am besten Wasser und Tee trinken. Und dazu selbstgemachte Kekse essen. Kinderkekse oder beliebte Reiswaffeln enthalten deutlich mehr Zucker als Kekse und Reiswaffeln für Erwachsene. Natürlich enthalten diese auch Zucker. Auf das Biosiegel sollten sich Eltern nicht verlassen. Biolebensmittel enthalten meistens genauso viel Zucker.

Tipp: Wie mache ich es besser?

Zunächst ist es natürlich die beste Alternative, auf Fertigprodukte für Kinder zu verzichten. Fruchtzwerge, Joghurtdrinks und Kinderkekse enthalten zu viel Zucker. Sie sollten als Süßigkeit betrachtet werden und daher die absolute Ausnahme sein. Kinderfruchtsäfte gehören ebenfalls nicht in den Einkaufswagen. Besser ist es Kekse beispielsweise selbst zu backen. Wenn man seinem Kind Fruchtsäfte geben möchte, dann sind Fruchtschorle die bessere Alternative. Jedoch gilt auch hier, dass man diese selber mischen sollten. Für Kinder sind Tee und Wasser die besten Getränke.

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