Warum Zucker im Obst kein Drama ist

Warum Zucker im Obst kein Drama ist

Bald kommt wieder die Beerenzeit. Auch wenn das neuerliche Winterwetter es nicht vermuten lässt, so dauert es nur noch 8 bis 10 Wochen, bis es wieder Erdbeeren gibt, die nicht Tausende von Kilometern gereist sind, ehe sie bei uns in den Obstabteilungen zu finden sind. Obst ist ein interessantes Thema. Obst gilt gemeinhin als gesund und lecker. Ich persönlich liebe Obst und ganz besonders die Beerenzeit. Am allerliebsten mag ich sie frisch und ursprünglich, das heißt ich habe gar kein Problem 500 Gramm Erdbeeren einfach so zu essen. Aber…in Obst steckt auch Zucker, der so genannte Fruchtzucker. Aber ist der Zucker im Obst wirklich so schlecht? Diese Frage will ich heute beantworten.

Warum Zucker im Obst kein Drama ist

Obst enthält Zucker. Dieser Zucker ist nicht isoliert, nicht künstlich und nicht chemisch erzeugt. Wir kriegen ihn mit einem Gesamtpacket mit Nähr- und Ballaststoffen. Im Gegensatz zu Industriezucker, ist der Zucker im Obst nicht isoliert. Das heißt wir nehmen ihn mit Ballaststoffen auf, die teilweise wasserlöslich sind. Diese Ballaststoffe sind ein Glücksfall für uns. Sie sorgen dafür, dass der Zucker nicht sofort ins Blut geht. Das heißt unser Blutzucker steigt nicht sofort rasant an, wie das bei einem Schokoriegel oder einem Glas Cola passiert. In Schokoriegeln ist sogenannter isolierter Zucker enthalten. Die Folge ist, dass der Körper den Zucker im Obst langsamer und gesund verarbeiten kann.

Mit der Folge, dass die Glucose- und Fructose-Werte im Blut nur sehr langsam ansteigen und dem Körper die Zeit geben, die er benötigt, um beide Zucker gesund verarbeiten zu können. Die Ballaststoffe sorgen dafür, dass der Zucker teilweise auch direkt in den Darm gelangt, wo ihn Bakterien verwerten. Das heißt, der Zucker im Obst sorgt für eine gesunde Darmflora. Wie ich hier schon mal geschrieben habe, sind Obst und Obstsäfte aber zwei paar Schuhe.

Dann kann ich also so viel Obst essen, wie ich will?

Nicht so ganz. Viele Obstsorten sind inzwischen überzüchtet. Dadurch sind Erdbeeren zum Beispiel viel süßer, als früher. Heute enthält das meiste Obst mehr Fruchtzucker (Fructose) als früher. Zudem ist es leider so, dass viele Obstsorten einen weiten Weg hinter sich haben, bis sie im Supermarkt liegen. Das sorgt dafür, dass Nährstoffe unterwegs verfliegen. Klingt blöd, ist aber wahr. Generell ist es also empfehlenswert, das Obst saisonal zu kaufen und dann am besten direkt beim Erzeuger oder auf dem nächstgelegenen Wochenmarkt. Es gibt aber noch einen weiteren Punkt, der gegen einen hohen Obstkonsum spricht. Fruchtzucker beeinflusst den Hunger. Wer ernsthaft einen Zuckerentzug durchziehen will, sollte sich im Klaren sein, dass Fruchtzucker den Körper reizen kann, und damit auch den inneren Schweinehund, der ganz laut nach Zucker ruft.

Die Formel heißt wie so oft: Die Menge machts! Und übrigens haben die meisten Obstsorten auch noch weitere positive Aspekte. Manche Früchte sollen sogar vor Diabetes schützen.

 

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